28.04.2020 – Schtonk!

Schauspiel nach dem Film von Helmut Dietl
von Markus Grube
Euro-Studio Landgraf
Regie: Harald Weiler
Mit: Luc Feit, Carsten Klemm, Wolfram Kremer u. a.

Im April 1983 wurden die „geheimen Hitler-Tagebücher“ veröffentlicht und als Fälschung erkannt. 1992 wurde die Filmkomödie von Helmut Dietl über die Fälschung von Konrad Kujau uraufgeführt und heute geht es zum Teil anders herum: da wird nach Donald Trump sogar die Wahrheit zu „fake news“.

„Die Aktualität des Stücks [liegt] in der schamfreien Gewissenlosigkeit, mit der Fake News produziert werden.“ (Spiegel online) Die Bühnenfassung des Films zeigt eine temporeiche Komödie mit viel Slapstick und eleganten Dialogen, mit denen die Handlung ironisch pointiert wird. Die Realsatire wird so zum vergnüglichen Theaterabend.

Die Handlung: Der Skandalreporter Hermann Willié ist auf der Suche nach einem richtigen Knüller, einer journalistischen Sensation. Er trifft auf Prof. Dr. Fritz Knobel, einen Verkäufer von Antiquitäten und Kunstmaler. Seine kühnsten Träume scheinen wahr zu werden, denn Knobel bietet ihm etwas an, von dem niemand geahnt hätte, dass es existiert: das geheime Tagebuch des Führers! „Adolf Hitler privat! Ein Mensch wie du und ich!“ Das ist die Sensation! Willié wittert seine Chance; sein Magazin HH Press ist euphorisiert. Nach ersten Gutachten scheint alles seine Richtigkeit zu haben, doch dann sehen ein paar Leute etwas genauer hin – und aus dem erwarteten Hype wird ein fatales Desaster…